Monday, November 20th, 2017
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Wenn das Leid der Geschwister zur Normalität wird

Und dieser Artikel spricht noch nicht einmal darüber, dass viele noch für die Zerstörung ihres jeweiligen Zuhauses finanziell aufkommen müssen. Er spricht auch nicht über all jene, die aus ihren Häusern und von ihrem eigenen Grund und

Foto: IBT

Und dieser Artikel spricht noch nicht einmal darüber, dass viele noch für die Zerstörung ihres jeweiligen Zuhauses finanziell aufkommen müssen. Er spricht auch nicht über all jene, die aus ihren Häusern und von ihrem eigenen Grund und Boden vertrieben werden, auf dem sie seit Jahrzehnten leben, lange bevor es den Staat Israel gab, weil das israelische Gericht ihre Besitzurkunden und Dokumente nicht anerkennt und behauptet, ihr Land sei der Besitz von aus Europa eingewanderten Siedlern. Diese Politik dient dazu, Tatsachen zu schaffen, um das Land und vor allem auch Ost-Jerusalem einer mehrheitlich israelischen Bevölkerung zu unterstellen und so den rechtmässigen Anspruch der Palästinenser auf ihr Land in der politischen Realität zu verunmöglichen.

Man will gar nicht fragen, wo die UN, die EU, die USA und alle anderen „Verteidiger“ des Friedens und der Gerechtigkeit sind, aber man muss sich fragen: Wo ist die Ummah? Sind 68 Jahre des Leids und der Vertreibung nicht genug? Sind die Schreie der syrischen Mütter, das Flehen der Rohynga in Burma, das Weinen der Kinder in Gaza nicht laut genug?
Wo sind sie, die grossen muslimischen Fürsten, die Hüter der Ka’ba, die selbsternannten Bewahrer des Glaubens? Wo waren sie, als die Palästinenser alles verloren haben, wo waren sie, als Afghanistan brannte? Wo sind sie nun, da der Irak im Bombenhagel stirbt und Syrien im Blut seiner Bürger ertrinkt?
Statt Millionen dafür auszugeben, sich die Fussball-Weltmeisterschaft ins Land zu holen, hätte man all die Syrer und Iraker einladen können, anstatt sie auf gefährlichen, mitunter tödlichen Routen nach Europa zu schicken.
Anstatt sich selbst schöne, aber nutzlose Paläste zu errichten, könnte man all jenen ein Zuhause schaffen, die, von ihrem eigenen Land vertrieben, alles verloren haben.
Das Geld, welches man für schnelle Autos ausgibt, könnte hunderte Familien ein Jahr lang speisen.

Aber wieso nur über die Reichen und Mächtigen sprechen?
Jeder von uns sollte sich beim nächsten Schuhkauf zweimal überlegen, ob es nun wirklich der teure Sneaker für 140.- sein muss oder ob es nicht auch der für 70.- tut und wie viel Gutes man mit der Differenz für unsere Geschwister tun könnte.
Deine Sneaker werden in der Dunya bleiben, deine Spende und jede gute Tat aber werden dich in das Jenseits begleiten und dir – in shaa Allah – nutzen.

Der Prophet (saws) sagte:
„Es wird eine Zeit kommen, da werden die Nationen über euch herfallen wie Hunde über ein Stück Fleisch.“ Die Sahaba (ra) fragten: ‚Werden wir zu dieser Zeit wenige sein, oh Gesandter Allahs?‘ Er (saws) antwortete: „Nein, ihr werdet zahlreich sein wie der Schaum am Meer, jedoch bedeutungslos. Allah wird die Angst und die Furcht vor euch aus den Herzen eurer Feinde nehmen und in eure Herzen Schwäche werfen.“ Die Sahaba (ra) fragten: ‚Was wird diese Schwäche in den Herzen der Muslime sein, oh Gesandter Allahs?‘ Er (saws) sagte: „Die Liebe zum Diesseits und die Abscheu vor dem Tod.“

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