Monday, November 20th, 2017
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Was denkst du, woher kommt die Sehnsucht nach einer besseren Welt?

Mit dieser Frage leben und leiden manche Menschen, suchen nach dem „Sinn des Lebens“, nach Frieden und nach Erfüllung für ein besseres Dasein. Vielleicht quält sich die Seele ohne Antworten, findet hie und da ein

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Mit dieser Frage leben und leiden manche Menschen, suchen nach dem „Sinn des Lebens“, nach Frieden und nach Erfüllung für ein besseres Dasein. Vielleicht quält sich die Seele ohne Antworten, findet hie und da ein Licht in der trostlosen Wirklichkeit, oder schafft sich eine sinnvolle Existenz durch
Selbstverwirklichung und vielleicht ist es auch nur genug, wenn man möglichst sorgenfrei leben kann.

Die Diversität ist eine wunderbare Eigenschaft der Menschheit und noch sensationeller ist, dass die Menschen sich fundamental nach dem Seelen- und Weltfrieden sehnen, diese aber nicht umfassend existent vorfinden. Der Mensch lebt einerseits in einer Realität, in der er beschränkt ist und andererseits ist er in der eigenen Dimension seiner Gedanken und Gefühle lebendig.

Damit verbunden sind das angeborene Bedürfnis nach Freiheit und der freie Wille als Handlungsgrundlage. Wir konzentrieren uns meist auf äussere Einflüsse und selektieren nach unserem Verständnis zwischen dem, was uns die Freiheit gewährleistet und dem, was unsere Freiheit bedroht oder sogar raubt. Wir wollen am besten wissen, was für uns gut oder schlecht ist und verlangen, dass wir frei über unser Leben entscheiden und niemand uns etwas vorzuschreiben hat. Wir sind stetig damit beschäftigt, die Realität gemäss unseren Vorstellungen zu bewerkstelligen um das Gefühl von Zufriedenheit zu erlangen, welches wir nie vollständig erreichen und geraten so in eine Dualität oder in einen Widerspruch hinein, dass die Welt doch besser sein müsste. Das Leben bietet Unmengen an Möglichkeiten, um diesen Widerspruch zu kompensieren und sich eine Komfortzone zu kreieren, worin man sich mehr oder weniger frei entfalten kann, bindet sich dadurch an ganz unterschiedliche Dinge im Leben und sucht darin die Glückseligkeit.

Die Freiheit stellt in der säkularen Existenz eine moderne Ideologie unserer Gesellschaft, aber auch eine spirituelle Versuchung für das Individuum dar. Wenn wir uns erst einmal vom Freiheitswahn befreit haben, können wir verstehen, dass unser Dasein gar keine Freiheit bieten kann. Denn selbst die Freiheit macht uns von sich abhängig – und sie verblendet unser Selbst. Der freie Wille ist eine Illusion, wenn er uns glauben lässt, wir träfen alle Entscheidungen völlig frei und unbeeinflusst, hätten für uns selbst ein Vorrecht, es besser zu wissen und danach handeln zu können. Es muss unbedingt an den gebildeten Verstand und die gesunde Intuition geknüpft sein, um vernünftig entscheiden und handeln zu können und dient dazu, die Dualität zu erkennen, welches keinen Widerspruch in sich trägt, sondern dem Zweck dient, uns lediglich vor die Wahl zu stellen, welchen Weg wir im Leben bevorzugen.

Obwohl sich unser Leben nicht immer nach unserem Willen richtet, ist dennoch alles perfekt, wie es ist. Ein perfekt geordnetes Universum und ein perfektes Dasein und trotzdem sehnt man sich nach einer besseren Welt? Wenn wir dieses Gefühl einmal ergründen und die Welt betrachten, und dabei einen Einklang suchen, werden wir es nicht finden, weil es bereits so festgesetzt ist. Wir können im Leben nicht die Glückseligkeit finden, welche wir erhoffen, und dennoch muss unser Leben so verlaufen, wie es verläuft und ist keinem Zufall überlassen. Die Hingabe an die Ursache für die Sehnsucht nach einer besseren Welt ist der Schlüssel für Frieden. Die Realität ist der Ort, an dem wir lernen, weshalb wir uns nach einer besseren Welt sehnen, die Frieden bringt und wo kein Leid mehr herrscht. Das verbindet uns. Glauben wir gemeinsam daran.

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